Winter
Winter, Dämmerung und Kunstlicht in der Wohnung
In der dunklen Jahreszeit verschiebt sich das Verhältnis von Tages- und Kunstlicht spürbar. Während im Sommer der Abend lange hell bleibt, beginnt die Dämmerung im Dezember vielerorts bereits am späten Nachmittag. Häusliche Abläufe, die im Sommer selbstverständlich bei Tageslicht stattfinden, verlagern sich dann in die Stunden künstlicher Beleuchtung.
Zwei Jahreszeiten im Vergleich
Sommerabend
Tageslicht reicht weit in den Abend; Tätigkeiten am späten Nachmittag benötigen kaum zusätzliches Licht. Räume wirken offen und gleichmäßig erhellt.
Winterabend
Die Dämmerung setzt früh ein; ein großer Teil des Nachmittags und Abends findet bei künstlichem Licht statt. Die Beleuchtung wird zum bestimmenden Faktor des Raums.
Worauf es im Winter ankommt
Wenn natürliches Licht knapp ist, gewinnt die Anordnung künstlicher Lichtquellen an Bedeutung. Statt eines einzelnen hellen Deckenlichts sorgen mehrere kleinere Quellen für eine gleichmäßigere Ausleuchtung und vermeiden harte Übergänge zwischen hellen und dunklen Zonen.
- Mehrere QuellenVerteiltes Licht wirkt ruhiger als eine einzelne starke Lampe.
- ArbeitsbereicheDort, wo gelesen oder gearbeitet wird, ist gezieltes Licht sinnvoll.
- Tageslicht nutzenDie kurzen hellen Stunden lassen sich bewusst für lichtintensive Tätigkeiten reservieren.
Übergänge bewusst gestalten
Der Wechsel von Tages- zu Kunstlicht verläuft im Winter abrupt. Wer die Beleuchtung schon vor dem völligen Einbruch der Dunkelheit hinzunimmt, vermeidet den Moment, in dem ein Raum unbemerkt zu dunkel geworden ist. Das ist weniger eine technische als eine Frage der Aufmerksamkeit.
Einordnung
Die dunkle Jahreszeit verändert nicht den Ablauf selbst, sondern seine Lichtumgebung. Wie groß die jahreszeitliche Schwankung der Tageslänge ist, beschreibt Tageslicht und Jahreszeiten in Deutschland. Die Rolle des ersten Tageslichts behandelt Morgenlicht und der häusliche Tagesablauf. Hintergründe zu Licht und Umwelt stellt das Umweltbundesamt öffentlich bereit.